Oberstufenzentrum Wattenwil

Filmwoche 9a

… und Action!
Filmwoche 9a Wattenwil

Vom 23.  bis zum 30. Mai führte die Klasse 9a im OSZ Wattenwil eine Landschulwoche der etwas anderen Art durch: Zusammen mit dem Klassenlehrer Jürg Brügger und  Florian Wyss, einem angehenden Regisseur (bis anhin in Übersee tätig) sollten drei Gruppen drei eigenständige Filme aus- und verarbeiten.  In einigen Vorbereitungswochen entstanden so drei Drehbücher, die es nun in die Tat umzusetzen galt.

Die drei Kurzgeschichten im Schnelldurchlauf:

Käse vs. Käse vs. Käse

Ein Dorf, zwei Käseverkäufer. Beide sind im ständigen Wettstreit, beide wollen der vorherrschende Käseverkäufer im Dorf sein. Als plötzlich ein dritter Geschäftsmann auftaucht, welcher sein Geld ebenfalls durch den Verkauf von Käse verdient und die beiden in Sachen Erfolg unbestritten in den Schatten stellt, sind die beiden bisher rivalisierten Verkäufer gezwungen, gemeinsame Sache zu machen.

Der Datekoffer

Zwei Möchtegern-Machos, drei Ladies, ein Koffer.  Zwei bestrebte Herren haben eines im Sinn: Drei junge Damen dazu zu bewegen, ein Date mit zwei ihnen einzugehen.
Ganz so einfach ist die Angelegenheit allerdings nicht. Um unseren sympathischen Romeos eine faire, aber dennoch anspruchsvolle Chance zu gewähren, gehen unsere Julias eine Wette ein.  Sollte es den beiden Hauptdarstellern gelingen, einen bestimmten Koffer zu stehlen, steht ihnen ein Date mit den Damen ihrer Wahl zu. Sollte das Unternehmen scheitern, ist es aus mit dem Traum vom romantischen Dinner.

Transitory

Eine Postbotin, ein Unfall, ein Mysterium. Eine engagierte Postbotin befindet sich an einem ihr eigentlich ganz bekannten Ort, allerdings wirkt alles fremd und kalt. Die ersten Begegnungen mit Passanten sind unerklärlich für die junge Hauptdarstellerin. Niemand schenkt ihr Beachtung, alle scheint etwas zu beschäftigen. Allmählich bemerkt sie, dass sich sämtliche Personen einem gewissen Punkt hinzubewegen. Sie folgt der Masse und findet einen verzweifelt um Hilfe schreienden Jungen vor, der sichtlich von den Leuten bedrängt wird. Als sie ihm hilft, beginnt ein Wettlauf gegen die aufgebrachte Menge…

Wer nun denkt, dass das Arbeiten auf dem Set ein Kinderspiel ist, der hat sich gewaschen. Bis ein Film so aussieht, wie er letztendlich auf der Leinwand erscheint, braucht es einiges. Die Kurzfilme der drei Gruppen bestanden aus  10 bis 20 Szenen, die wiederum aus mindestens vier verschiedenen Perspektiven einzeln gefilmt werden müssen. Um eine Szene einwandfrei hinzukriegen waren dabei schon mal bis zu 16 Versuchen nötig, das Üben nicht mitgezählt! Und selbst wenn etwas schlussendlich im Kasten ist, ist es noch nicht vorbei mit der Arbeit. Der Hauptteil des Films ist das Schneiden und das Vertonen, wodurch das Ergebnis entscheidend beeinflusst wird. Das bedeutet pro Film ca. 400 Arbeitsstunden. Es bleibt zu erwähnen, dass der Film nicht länger als fünf bis acht Minuten dauert.

Ohne die Hilfe der Eltern (Transport, Verpflegung, Schminken, Bereitstellen der Wohnung…) wäre das Projekt Film nie möglich gewesen. Wir danken allen Beteiligten!

Andri Bänziger, für die Klasse 9a

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