Oberstufenzentrum Wattenwil

Qualitätsentwicklung

QES – Qualitätsentwicklung in Schulen
QES ist ein Pilotprojekt der Erziehungsdirektion des Kantons Bern unter der Leitung des Amtes für Berufsbildung und des Amtes für Kindergarten, Volks- und Mittelschulen. Rund 80 Schulen bewarben sich für eine Teilnahme am Projekt. 24 Schulen davon wurden ausgewählt, im Zeitraum von August 1999 bis August 2003 eines der Modelle FQS oder 2Q oder ein selbst entwickeltes zu erproben. Der Kanton prüft und evaluiert die Wirksamkeit des Einsatzes systematischer Qualitätsentwicklung. Der Kanton hat ein Interesse daran, mit welchen Mitteln und unter welchen Rahmenbedingungen die Unterrichtsrealität den Schulleitbildern angenähert werden kann. 8 Schulen im Projekt arbeiten mit dem Modell 2Q von Professor K. Frey. 5 Schulen haben im Verlaufe des Jahres 1999 begonnen die Methode einzuführen. 3 Schulen, darunter  das OSZ Wattenwil haben bereits über ein eingeführtes 2Q-System verfügt und haben sich, zusammen mit den restlichen Pilotschulen, vor allem für die kantonale Evaluationen zur Verfügung gestellt.

2Q-Kurzbeschrieb

  • «2Q» ist ein Qualitätsentwicklungssystem.
  • Zu 70% findet Selbstführung und zu 30% Führung durch die Schulleitung statt.
  • Das eine «Q» bedeutet Qualitätsentwicklung und -sicherung. Das andere bedeutet Qualifizierung. Es bildet die Grundlage für die Umsetzung der Strategien aus den Schulleitbildern.
  • «2Q» orientiert sich sehr stark am einzelnen Menschen und seinen Tätigkeiten. Es ist umfassend und auf die Gesamtheit einer Schule angelegt. Alle beteiligten Personen im und ums Kollegium verpflichten sich, systematisch und kontinuierlich auf die Qualität ihrer Prozesse und Ergebnisse zu achten. Jeder macht mit. Man bleibt nicht auf der appellativen Ebene.
  • «2Q» fördert und sichert aber nicht nur die Qualität, sondern zugleich dauerhaft die Qualifikation aller Personen. Diese werden kompetenter und sichern ihr berufliches Können. Das geschieht mit rund 70% Selbstführung. «2Q» beurteilt nicht die Übereinstimmung mit einer allgemeinen Qualifikationsliste, sondern die Erfüllung von Entwicklungs- und Arbeitszielen.
  • Die Methode «2Q» beruht zu 2/3 auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.
  • Seit 1992 wird das System bei mittlerweile ungefähr 100 Schulen (nicht nur im Kanton Bern) eingesetzt.

2Q konkret
Jede Lehrperson arbeitet während des Jahres an einer Option, die von der Schulleitung im jährlich stattfindenden Mitarbeitergespräch (MAG) und im Unterrichtsbesuch kontrolliert wird. Folgende 10 Optionen stehen der Lehrperson zur Verfügung:

Ziele setzen

 

1. Lernkontrollen und Beurteilung

Unterricht planen

2. Unterrichtsplanung

  • Methoden wählen 

3. Unterrichtsmethoden

  • Material bereitlegen

4. Lehr- und Lernmaterialien

Rahmenbedingungen beachten und
schaffen

 
  • Motivation

5. Motivation

  • Fördermassnahmen und innere
    Differenzierung planen

6. Schüler fördern

  • Lernklima schaffen und beachten

7. Klassenklima

  • Transparenz schaffen, sich Verbündete
    machen

8. Zusammenarbeit mit Bezugspersonen

Die getroffenen Massnahmen überprüfen

 

9. Feedback von Schülern (und Ehemaligen)

 

Eigeninitiative von Lehrkräften fördern

10. individuelle Option

Optionenkatalog ausführlich als PDF Dokument